Wörishofer Segelflieger beenden erfolgreiche Flugsaison

von Manfred Schwarz

Die Freude, endlich wieder in die „Lüfte“ gehen zu können, war Ende März groß.
Dann kam die Ernüchterung, über Süddeutschland stauten sich schon fast chronisch die Tiefdruckgebiete zum Wochenende hin. Die thermisch aktivste Zeit versank im Regen. Beim Blick auf die Wetterprognosen machte sich allmählich Resignation breit.
In anderen Segelflugvereinen ist bei einzelnen Piloten der Geduldsfaden gerissen, sie haben den Flugzeuganhänger Richtung Norden gezogen, um Segelfliegen zu können.
Aber dann kam er doch noch, der verspätete Frühling und der durchschnittliche Sommer.
Am meisten haben sich die Flugschüler auf das schöne Wetter gefreut, endlich mal wieder einen Schulstart machen und endlich dem Ziel, den ersten Alleinflug oder die Prüfung zum Flugschein zu absolvieren, ein bisschen näher zu sein. Und wenn nach einem sonnigen Flugtag die Segelflugzeuge wieder eingeräumt sind und die Abendtemperatur mild ist, ja dann kann man endlich mal wieder grillen im Freien mit den Fliegerkameraden.
Dass man in diesem Verein viel Spaß haben kann und top ausgebildet wird, muss sich in der Umgebung herumgesprochen haben. In den letzten Monaten haben sechs neue Flugschüler den Aufnahmeantrag unterschrieben. Ein Flugschüler hat dieses Jahr seine praktische Prüfung erfolgreich abgelegt. Sechs Fluglehrer stehen den 13 Flugschülern für die theoretische und praktische Ausbildung zur Verfügung. Eine Flugschülerin und ein Flugschüler haben ihren ersten Alleinflug bereits hinter sich gebracht und vier Scheinpiloten sind dabei, ihre Lizenz auf TMG (Motorsegler) zu erweitern. Auch sonst wurde der Segelflugverein Bad Wörishofen in der Fachpresse aufgrund der Erfolge einiger Vereinsmitglieder oft erwähnt. Simon Schröder hat beim Bayreuth-Segelflug-Wettbewerb seinen Bayerischen Meistertitel erfolgreich verteidigt. In der Standardklasse schaffte er am letzten Wertungstag mit einer taktisch klugen Vorgehensweise und dem richtigen Gespür für den besten Aufwind auf der rund 390 km langen Strecke, Platz eins.
Auch bei der Deutschen Meisterschaft der Segelflugjunioren in Marpingen (Saarland) belegte Simon Platz eins. Neben ihm, auf Platz zwei, sein Vereinskamerad Kilian Biechele. Beide starteten in der Standardklasse. Für Kilian gab es zusätzlich noch eine Überraschung, er hat einen Aufenthalt in Bitterwasser gewonnen, ein Traum für jeden Segelflieger.
Mit etwas Glück hätte es Robert Schröder auf Platz zwei bei der 34. Segelflug Weltmeisterschaft im August in Pociunai (Litauen) geschafft. Leider hat er einmal den falschen „Bart“ erwischt, dann war es Platz fünf in der Gesamtwertung. Bei 39 Teilnehmern aus der ganzen Welt ein toller Erfolg.
Traditionell wird am Saisonende das sogenannte „Abfliegen“ durchgeführt. Alle aktiven Segelflieger sollen ein etwa 2m breites Landefeld bei ihrer Ziellandung treffen. Wer das schafft bekommt 100 Punkte. Davor und danach gibt es weitere 15 m breite, durch Sägemehl gekennzeichnete Landefelder, wer hier landet bekommt Punktabzug, wer außerhalb landet, hat null Punkte. Das Abfliegen war dieses Jahr wieder eine „ Mordsgaudi“ und hat richtig Spaß gemacht. Am meisten darf sich Simon Bönisch mit den meisten Punkten über den Gesamtsieg freuen. Für den Segelflugverein geht ein unfallfreies Jahr zu Ende, darüber freuen sich alle Vereinsmitglieder.

Simon Schröder und Kilian Biechele haben die deutsche Meisterschaft gewonnen.

von Manfred Schwarz

Deutschlands beste Junior-Segelflugpiloten kommen vom Segelflugverein Bad Wörishofen

Schröder und Biechele vom Wörishofener Segelflugverein belegten bei der deutschen Segelflugmeisterschaft der Junioren in Marpingen die ersten 2 Plätze.
Simon Schröder landete mit 5976 Punkten nach 7 Wertungstagen auf dem ersten Platz, Biechele wurde mit 5943 Punkten Zweiter. Damit haben sich beide für die Segelflug-Weltmeisterschaft der Junioren qualifiziert, die nächstes Jahr in Litauen stattfindet.

Die deutsche Meisterschaft der Junioren wurde in Marpingen im Saarland vom 1.8. bis 12.8.2016 ausgetragen. Die beiden Wörishofer Vereinsmitglieder mussten sich mit 29 Spitzenpiloten aus Deutschland messen. Wie so oft in der Segelfliegerei, waren nicht nur die Wettbewerbsteilnehmer in der Standardklasse eine große Herausforderung, es war auch mal wieder das  „tückische“ Wetter. Eine halbe Stunde zu früh oder zu spät losgeflogen, kann bei Streckenlängen bis 500 km für den Erfolg oder auch Misserfolg entscheidend sein.

Jeder Segelflug-Pilot im Alter von maximal 25 Jahren kann sich über Qualifikations-Wettbewerbe für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren.

In den meisten Fällen holt sich der junge Segelflugpilot aber die ersten Erfahrungen auf regionalen Wettbewerben. Diese Einsteigerwettbewerbe orientieren sich an den Leistungen der teilnehmenden Piloten, was die Streckenauswahl und Länge angeht.

Die Deutschen Meisterschaften bilden den nationalen Höhepunkt im Wettbewerbskalender. Dabei wechseln sich jährlich die Deutschen Meisterschaften der Herren und die Deutschen Meisterschaften der Frauen und Junioren ab.

Und wer sich auf den Deutschen Meisterschaften ganz vorn platziert hat, wird in das "Team Germany" - der Nationalmannschaft aufgenommen und hat die Möglichkeit, an den verschiedenen internationalen Meisterschaften teilzunehmen.

Jugendarbeit des Segelflugvereins wird ausgezeichnet

von Manfred Schwarz

Für seine hervorragende Jugendarbeit wurde der Segelflugverein Bad Wörishofen, vertreten durch den zweiten Vorsitzenden, Jürgen Strüwing geehrt.

Der Preisstifter, Hans Kania hat dies mit 1000,-€ für die „Jugendkasse“ honoriert. Neben den Segelfliegern erhielten auch die Tischtennisfreunde den Sport – Award.

Bürgermeister Paul Gruschka betonte in seiner Ansprache, dass die Jugendarbeit für die Vereine eine große Herausforderung darstellt. Hier komme eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe den Vereinen zu, die jungen Heranwachsenden zu eigenverantwortlichen Mitgliedern unserer Gesellschaft zu erziehen.