Kilian Biechele gewinnt Deutsche Segelflugmeisterschaft in der Standardklasse

von Manfred Schwarz

Der 21-jährige Biechele vom Segelflugverein Bad Wörishofen wird Deutscher Meister in Zwickau.

38 Teilnehmer aus ganz Deutschland kämpften in der Standardklasse vom 20.6 bis 1.7.2017 um den Titel. Von 12 Wertungstagen wurde an 6 Tagen geflogen. Die Taktik von Biechele, immer konstante Leistung zu bringen und nicht zu sehr auf Tagessiege zu spekulieren, hat sich ausgezahlt. Ohnehin hatte er bei seiner zweiten Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft nichts zu verlieren, er konnte nur gewinnen. Mit 4639 Punkten und 100 Punkten Abstand zum zweitplatzierten Björn Gintzel aus NRW hat Biechele den ersten Platz souverän eingeflogen. Ausgesprochenes Pech hatte sein Vereinskamerad Robert Schröder, der mit einem Punkt Unterschied zum Zweitplatzierten  den dritten Platz erreichte. Ein in der Segelfliegerei  nur mit der Lupe zu erkennendes Missgeschick brachte ihm 3 Strafpunkte ein und kostete ihn den 2. Platz. Beim Überfliegen der Startlinie war er genau 3 Meter zu hoch, was zum Punktabzug führte. Bei teilweise schwierigen Wetterbedingungen tauschten die beiden Wörishofer Piloten von Wertungstag zu Wertungstag die ersten beiden Plätze in der Gesamtwertung, beide flogen auf LS8 neo. Gleich am ersten Wertungstag führte die Vorgabe die Piloten auf einer 360 km langen Strecke über Marienberg Markt, Sonneberg und Suhl zurück zum Flugplatz Zwickau. Der Tagessieger Sebastian Nägel aus Baden-Württemberg  schaffte die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 113,77 km/h.  Kilian Biechele ist mit dem ersten Platz automatisch für die WM Teilnahme der Senioren 2018 in Polen nominiert. Durch seinen Erfolg in Zwickau gewann er auch einen zweiwöchigen Aufenthalt im Segelfliegerparadies  in Bitterwasser (Namibia). Nach zwei Wochen schlafen im Zelt und täglicher Konzentration auf das morgendliche Briefing will Biechele erst mal ein paar Tage ausspannen, bevor es in drei Wochen zum nächsten Wettbewerb, der WM der Junioren nach Pociunai in Litauen geht.

Mit langen Ohren erfolgreich

von Manfred Schwarz

Timo Mayr vom SFV Bad Wörishofen gewinnt den 54. Internationalen Hotzenwaldwettbewerb in Hütten.

14 Teilnehmer kämpften vom 3. bis 10. Juni 2017 in der gemischten Standardklasse um die Plätze.
Eine Überraschung hielt die gemischte Klasse bereit: Hier machte der 21-jährige Timo Mayr vom Segelflugverein Bad Wörishofen mit seinem restaurierten Holzflieger, einer Ka6CR, am achten Wertungstag mit 1055 Punkten das Rennen. Noch am Donnerstag gelang ihm ein achtstündiger Flug über dem Wehratal. Der Holzflieger aus dem Baujahr 1967 sei leichter und steige schneller als neuere Modelle, erklärte Timo. Er hatte zum zweiten Mal an einem Wettbewerb teilgenommen und freue sich nun riesig über den ersten Platz.
Der Wettbewerb wurde im Südschwarzwald, unweit der Schweizer Grenze ausgetragen. Am letzten Wertungstag schaffte Timo die 278 Km lange Strecke in 3 Stunden und 43 Minuten. Die Wendepunkte waren Voehrenbach, Hayingen und Schramberg. Viel gelobt wurde die angenehme Atmosphäre: Hier fliege man nicht „mit dem Messer zwischen den Zähnen“, befand ein Teilnehmer aus Hamburg. Die Komplette Organisation machte einen sehr professionellen Eindruck, egal ob Briefing oder Versorgung, die Mitglieder des LGH haben ein dickes Lob verdient

Nachruf

von Manfred Schwarz

In großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem Fliegerkameraden


Georg Ritter

Nach schwerer Krankheit ist unser Vereinsmitglied und Fluglehrer verstorben.
Mitte der siebziger Jahre begann er mit Begeisterung das Segelfliegen bei der Segelfluggruppe Grob in Mattsies, und ließ sich bald als Fluglehrer für Segelflieger und Motorsegler, ausbilden.
In nahezu 40 Jahren als Fluglehrer schätzen zahlreiche Flugschüler/innen sein gewissenhaftes und zielstrebiges Engagement. Zahlreichen Fluglager begleitete er als Fluglehrer und freute sich über den schnellen Erfolg vieler Flugschüler. Georg war ein begnadeter Fluglehrer, der seinen Flugschülern auch etwas zutraute aber auch streng war, wenn es der Sicherheit diente.


Nach der Fusion der beiden Vereine Segelfluggruppe Grob Mindelheim e.V. und Segelflugverein Bad Wörishofen e.V. war Georg auch Ausbildungsleiters und hatte zweitweise das Amt des zweiten Vorstandes inne. Sein Können und Wissen stellte er in vielfältiger Weise dem Segelflugverein Bad Wörishofen e.V. zur Verfügung. Wir sind Georg Ritter dankbar, dass er flugbegeisterten Menschen Zugang zu diesem großartigen Sport ermöglicht hat.
Sein Tod macht uns sehr betroffen.


Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Unser tiefes Mitgefühl gilt besondere seiner Familie.

Breaking News

von Manfred Schwarz

Vater und Sohn gewinnen den 51. Hahnweide Segelflugwettbewerb

Simon Schröder gewinnt in der Standardklasse auf einer LS8 in 6 von 8 Wertungstagen mit 5482 Punkten. Sein Vater Robert schafft es mit 5395 Punkten auf Platz zwei. In einem internationalen Teilnehmerfeld gelingt es den beiden Wörishofer Piloten, vom Segelflugverein Bad Wörishofen, sich ab dem zweiten Wertungstag an die Spitze zu setzen und diese bis zum Wettbewerbsende zu verteidigen. Auch Robert Schröder flog auf einer LS8. Mit der Festlegung des Austragungstermins vom 19.5. bis 27.5.2017 hatten die Veranstalter zur Freude aller Wettbewerbspiloten bestes Wetterglück. Die Streckenvorgaben gingen in der Standardklasse von 260 bis 400 Km. Dabei wurden Durchschnittsgeschwindigkeiten bis über 130 Km/h erreicht.

Wörishofer Segelflieger gehen wieder in die Luft

von Manfred Schwarz

Segelflugverein nimmt nach Winterpause den Segelflugbetrieb wieder auf

Die für Segelflugpiloten harte Winterzeit ist vorbei, alle Segelflugzeuge wurden im Winterhalbjahr auseinandergebaut, gereinigt, inspiziert, gewartet und, wenn erforderlich, repariert. Zusätzlich ist die Software in den elektronischen Geräten durch ein aktuelles Update auf den neuesten Stand gebracht worden. Nach einer ausführlichen Abschlusskontrolle durch den Werkstattleiter stehen die Segelflugzeuge für einen ersten Start durch die aktiven Vereinsmitglieder zur Verfügung. Es ist schon immer etwas Besonderes, wenn der frisch gewachste weiße Vogel im noch jungen grünen Gras steht und die Haube noch ohne Fingerabdrücke einen ungetrübten Blick in die herrliche Natur zulässt: ein Anblick, bei dem jedem Piloten das Fliegerherz aufgeht. Die ersten Haufenwolken stehen am Himmel, die Graspiste ist frisch gewalzt und schon geht’s los. Einige Flugschüler haben die ersten Windenstarts absolviert, die Scheininhaber ihre Checkflüge mit dem Fluglehrer gemacht, d.h. alles ist bestens vorbereitet für die Tage, an denen die Luftmassen wieder mit drei bis vier Metern pro Sekunde gen Himmel steigen und sich dann am blauen Himmel als weiße Wolke ausbreiten. Die erfahrenen Piloten im Verein haben erste Flüge Richtung Süden bis zur italienischen Grenze gewagt. Zu dieser Jahreszeit sind solche Überlandflüge in die Alpen eine echte Herausforderung, da durch die schneebedeckten Berge noch nicht überall Thermik herrscht. Im Vordergrund steht natürlich der Spaß am lautlosen Fliegen am Platz, in der Umgebung oder in den Bergen, wo die optischen Eindrücke atemberaubend sein können. Für dieses grandiose Erlebnis sind viele bereit, auch mal das ganze Wochenende dem fliegerischen Vergnügen zu widmen.