Weihnachtsfeier im Clubheim

von Manfred Schwarz

Wörishofer Segelflieger feiern in ihren Vereinsräumen mit Mitgliedern und Familienangehörigen

In der Weihnachtszeit kann es terminlich schon mal eng werden, wenn sich die vielen Weihnachtsfeiern in den letzten Tagen vor Weihnachten drängeln und die Entscheidung, zu welcher Weihnachtsfeier man jetzt gehen soll, manchmal schwer fällt. Den Mitgliedern und deren Familienangehörigen ist es wohl nicht schwer gefallen, sie haben sich für einen romantischen Abend mit Glühwein, Plätzchen und einem funkelnden Weihnachtsbaum entschieden. Damit so ein Abend in guter Atmosphäre gelingen kann, braucht man Vereinsmitglieder, die gut organisieren können, großes Engagement zeigen und bei Bedarf auch zaubern können. Über diese besondere Eigenschaft scheint Norbert zu verfügen. Ihm ist es gelungen, wenige Stunden vor der Weihnachtsfeier einen Weihnachtsbaum herbeizuzaubern und dann noch Johanna dafür zu gewinnen, dem Bäumchen etwas Weihnachtlichen Glanz zu verpassen.
Das Weihnachtsmenü hat Jürgen organisiert und bei seiner Weitsicht berücksichtigt, dass neben dem Ratsherrenbuffet auch Vegetarier satt werden können. Weil die Gäste noch zahlreicher als erwartet kamen, musste man etwas enger zusammenrücken - der fröhlichen und ausgelassenen Stimmung hat es nicht geschadet, im Gegenteil.
So richtig lustig wurde es, als Christian seine Gitarre auf den Schoß nahm und ordentlich an den Saiten zupfte. Sein selbst komponierter Liedtext über die Fluglehrer war der Kracher des Abends. Für die Segelflieger war es ein gelungener Jahresabschluss und eine tolle Weihnachtsfeier.

Glider pilots of Wörishofen celebrate Christmas at the club with fellow members and their families

Christmas time can be a tricky one when it comes to deciding which of the many Christmas parties to attend. However, members of the gliding community and their families didn’t seem to have any troubles choosing a romantic evening at the club with Glühwein, Christmas cookies and a sparkling Christmas tree. In order to stage an event as atmospheric as this you’d want members who are committed, good at organising and who can even perform miracles at times. Norbert seems to be the man with just the right qualities for the job. As if by magic, he managed to get hold of a Christmas tree a few hours before the party and, to top it off, he persuaded Johanna to endow the little tree with a Christmassy sheen.
Jürgen was to arrange for the Christmas menu and, considerate as he is, catered for both the meat lovers and the vegetarians. Due to the unexpected high number of guests everyone had to budge up a little which, apparently, just added to the cheerful spirit of the evening.
Things got very funny when Christian took his guitar and really worked its strings. His self-written lyrics about the flight instructors were the stunner of the night. All in all, the party at the club was both a successful annual closure and a great Christmas party.

Wörishofens segelflygare firade Jul i Klubbhemmet tillsammans med andra klubbmedlemmar och deras familjer

Så i jultider kan det vara svårt att finna tid att hämta andan mellan alla julfestiviteter och valet till vilka festiviteter man går är inte lätt. För klubbens medelemmar och deras familjer var valet tydligen inte svårt. De valde en romantisk kväll med Glühwein och kakor, samt en skinande julgran.
För att kunna skapa en så bra atmosfär behöver man medlemmar som har en talent till att organisera och som gärna engagerar sig. Samt om det behövs kan trolla. Dessa speciella egenskaper verkar Norbert att ha. Han lyckades bara ett par timmar innan festens början att trolla fram en gran. Därutöver lyckades han att övertalla Johanna till att förvandla denna till en äkta julgran.
Julbords menyn oraniserade Jürgen, och han tog hänsyn till att inte bara få köttälskare utan även vegetarianer mätta. Då det kom mer gäster än de man räknat med, fick man sitta lite tätare tillsammans. -Den trevliga och mysiga atmosfären tog inte skada av detta utan snarare tvärtom.
Så riktigt roligt blev det då Christian tog fram sin gitarr. Hans egenkomponerade text över våra flyglärare blev kvällens hit. För segelflygarna blev det ett lyckat slut på året och en super trevlig julfest.

Zielstrebigkeit lohnt sich

von Manfred Schwarz

Magnus Becke absolviert mit 14 Jahren seinen ersten Alleinflug

Schon lange bevor er mit der Ausbildung zum Segelflugpiloten beginnen durfte, hat sich Magnus mit dem Flugbetrieb beschäftigt und übergangslos aktiv eingebracht. Für die meisten Scheinpiloten war seine Zuarbeit im Flugbetrieb schon Normalität. Ob beim Aufbau von Segelflugzeugen oder dem Aufbau des Flugbetriebs, Magnus war Teil des Teams.
Als Magnus dann 14 wurde und mit seiner Ausbildung begann, wurde einigen bewusst, es hat sich was verändert: Magnus stand nicht mehr ständig zur Verfügung, Magnus war mit seinem Fluglehrer in der Luft und kreiste unter einer Wolke überm Skyline Park in 800 m über dem Boden. Die Zeiten hatten sich geändert, Magnus lernte LEPO fahren, Traktor fahren und machte sich mit der Seilwinde vertraut. Mit LEPO bezeichnet man auf deutschen Segelflugplätzen das Seilrückholfahrzeug. Über die Herkunft und Worterfinder gibt es keine eindeutigen Belege. Angeblich ist der Ursprung auf der Wasserkuppe zu finden, andere sind davon überzeugt, dass es sich Flugschüler in der Flugschule in Oerlinghausen ausgedacht haben. Auf beiden Flugplätzen war es üblich, dass man als Seilrückholfahrzeug einen OPEL benutzt hat. Liest man Opel rückwärts ergibt sich LEPO. Jeder Segelflieger kennt den Begriff und weiß, was damit gemeint ist, eben ein Fahrzeug, das die Schleppseile von der Startwinde zum Start für den Flugzeugschlepp zurückholt.
Jedes Wochenende, jeder Tag an dem Segelflugbetrieb möglich war, stand Magnus schon vor 9:00 Uhr vor der Flugzeughalle und hat ungeduldig darauf gewartet, dass die Hallentore geöffnet und die Segelflugzeuge für den Flugtag vorbereitet werden. So viel Engagement und Zielstrebigkeit hat sich am Schluss ausgezahlt, in nur fünf Monaten hat es Magnus vom ersten Start bis zum ersten Alleinflug geschafft. Nach 62 Starts mit Fluglehrer sitzt er jetzt bei sommerlichen Temperaturen  mit einigen Schweißperlen auf der Stirn allein im Doppelsitzer und wartete darauf, dass der Windenfahrer das Seil anzieht. Nach drei Starts alleine ist es geschafft, Magnus darf ab sofort mit Flugauftrag vom Fluglehrer alleine fliegen. Und wenn er so weitermacht, wird er wohl schneller mit der Ausbildung fertig sein, als es das Luftamt Süd vorsieht. In der Zwischenzeit kann er ja mal wieder LEPO fahren oder es neuen Flugschülern beibringen.  

Meisterfeier bei den Segelfliegern

von Manfred Schwarz

Vereinsmitglieder feiern im Clubheim

Einen Tag vor der geplanten Meisterfeier gab es noch einen weiteren Grund zum Feiern, so dass auf dem Gruppenfoto nicht nur die beiden Sieger der Deutschen Meisterschaft zu sehen sind, sondern auch Christian Epp, der am selben Tag seine praktische Prüfung im Segelflug bestanden hat und Hans-Joachim Kania, der Förderer der Segelflugjugend. Der 21-jährige Kilian Biechele hat in Zwickau die Deutsche Meisterschaft in der Standardklasse gewonnen, Robert Schröder wurde dritter. Beide auf einer LS8, beide vom Segelflugverein Bad Wörishofen. Der 19-Jährige Christian Epp ist nach dreijähriger Segelflugausbildung schneller zu seinem Flugschein gekommen, als gedacht. Das Luftamt-Süd in München hatte spontan einen Prüfungstermin frei und hat mit 24-stündigem Vorlauf die praktische Prüfung angesetzt. Diese Steilvorlage wollte weder der Prüfling noch der Ausbildungsleiter ungenutzt lassen. So gab es auch für ihn einen triftigen Grund zu feiern. Grund zur Freude gab es auch bei der Fliegerjugend des Vereins. Hans-Joachim Kania, der Gründer des Kultur- und Sport Awards hat die Jugendarbeit des Vereins mit einer großzügigen Spende bedacht.Als alle Segelflugzeuge nach dem regulären Flugbetrieb wieder abgebaut und eingeräumt  waren, ging es vorrangig um das Wohl der Gäste und Vereinsmitglieder. Um das Gelingen der zünftigen Meisterfeier, auf der alle viel Spaß hatten, kümmerte sich die Schirmherrin Gertraud Gruschka.

Kilian Biechele gewinnt Deutsche Segelflugmeisterschaft in der Standardklasse

von Manfred Schwarz

Der 21-jährige Biechele vom Segelflugverein Bad Wörishofen wird Deutscher Meister in Zwickau.

38 Teilnehmer aus ganz Deutschland kämpften in der Standardklasse vom 20.6 bis 1.7.2017 um den Titel. Von 12 Wertungstagen wurde an 6 Tagen geflogen. Die Taktik von Biechele, immer konstante Leistung zu bringen und nicht zu sehr auf Tagessiege zu spekulieren, hat sich ausgezahlt. Ohnehin hatte er bei seiner zweiten Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft nichts zu verlieren, er konnte nur gewinnen. Mit 4639 Punkten und 100 Punkten Abstand zum zweitplatzierten Björn Gintzel aus NRW hat Biechele den ersten Platz souverän eingeflogen. Ausgesprochenes Pech hatte sein Vereinskamerad Robert Schröder, der mit einem Punkt Unterschied zum Zweitplatzierten  den dritten Platz erreichte. Ein in der Segelfliegerei  nur mit der Lupe zu erkennendes Missgeschick brachte ihm 3 Strafpunkte ein und kostete ihn den 2. Platz. Beim Überfliegen der Startlinie war er genau 3 Meter zu hoch, was zum Punktabzug führte. Bei teilweise schwierigen Wetterbedingungen tauschten die beiden Wörishofer Piloten von Wertungstag zu Wertungstag die ersten beiden Plätze in der Gesamtwertung, beide flogen auf LS8 neo. Gleich am ersten Wertungstag führte die Vorgabe die Piloten auf einer 360 km langen Strecke über Marienberg Markt, Sonneberg und Suhl zurück zum Flugplatz Zwickau. Der Tagessieger Sebastian Nägel aus Baden-Württemberg  schaffte die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 113,77 km/h.  Kilian Biechele ist mit dem ersten Platz automatisch für die WM Teilnahme der Senioren 2018 in Polen nominiert. Durch seinen Erfolg in Zwickau gewann er auch einen zweiwöchigen Aufenthalt im Segelfliegerparadies  in Bitterwasser (Namibia). Nach zwei Wochen schlafen im Zelt und täglicher Konzentration auf das morgendliche Briefing will Biechele erst mal ein paar Tage ausspannen, bevor es in drei Wochen zum nächsten Wettbewerb, der WM der Junioren nach Pociunai in Litauen geht.

Mit langen Ohren erfolgreich

von Manfred Schwarz

Timo Mayr vom SFV Bad Wörishofen gewinnt den 54. Internationalen Hotzenwaldwettbewerb in Hütten.

14 Teilnehmer kämpften vom 3. bis 10. Juni 2017 in der gemischten Standardklasse um die Plätze.
Eine Überraschung hielt die gemischte Klasse bereit: Hier machte der 21-jährige Timo Mayr vom Segelflugverein Bad Wörishofen mit seinem restaurierten Holzflieger, einer Ka6CR, am achten Wertungstag mit 1055 Punkten das Rennen. Noch am Donnerstag gelang ihm ein achtstündiger Flug über dem Wehratal. Der Holzflieger aus dem Baujahr 1967 sei leichter und steige schneller als neuere Modelle, erklärte Timo. Er hatte zum zweiten Mal an einem Wettbewerb teilgenommen und freue sich nun riesig über den ersten Platz.
Der Wettbewerb wurde im Südschwarzwald, unweit der Schweizer Grenze ausgetragen. Am letzten Wertungstag schaffte Timo die 278 Km lange Strecke in 3 Stunden und 43 Minuten. Die Wendepunkte waren Voehrenbach, Hayingen und Schramberg. Viel gelobt wurde die angenehme Atmosphäre: Hier fliege man nicht „mit dem Messer zwischen den Zähnen“, befand ein Teilnehmer aus Hamburg. Die Komplette Organisation machte einen sehr professionellen Eindruck, egal ob Briefing oder Versorgung, die Mitglieder des LGH haben ein dickes Lob verdient